Seifen

Seifen werden auch als Tenside bezeichnet, die in der Lage sind Fette im Wasser zu lösen. Grund dafür sind Moleküle mit unpolaren langen Kohlenstoffketten und polare Endgruppen z.B. in Fettsäuren. Bei der Herstellung werden pflanzliche und tierische Fette mit Kalium- oder Natriumsubstanzen gekocht. Natriumseifen sind eher fest und werden als Kernseife bezeichnet. Flüssige Kaliumseifen bezeichnet man als Schmierseifen.

Abbau in der Umwelt

Bei einer hohen Wasserhärte verursachen die Calcium- und Magnesium einen Austausch der Natrium- und Kaliumionen. Die entstehenden Kalkseifen sind schwer löslich, fallen aus und verlieren die Tensidwirkung. Bei natürlichen Seifen ist nach einem Tag ein Abbau von 80 % und nach drei Tagen ein fast vollständiger Abbau zu erwarten. [1]

Bezüglich der Kettenlänge zeigen längere Kohlenstoffketten ein verzögertes Abbauverhalten. Bei weniger als 14 Kohlenstoffatomen findet ein Abbau bereits nach 10 Tagen statt. Kettenlängen mit mehr als 18 Kohlenstoffatomen können nach 10 Tagen zu etwa einem Drittel abgebaut werden.

Der Abbau verläuft bei der Verfügbarkeit von Sauerstoff (aerob) in der Regel schneller als anaerob. Zusatzstoffe können den Abbau verzögern und selber schlecht abgebaut werden. [2]

[1] www.wasser-wissen.de/abwasserlexikon/s/seife.htm

[2] echa.europa.eu/registration-dossier/-/registered-dossier/13601/5/3/2