Bei der Entwicklung und Produktion neuer Stoffe können Lösungen zur Einhausung (Containment) sinnvoll sein. Ziel ist, einen von der Umgebung abgekapselten Bereich zu errichten. Dies kann zum einem dem Produktschutz dienen, um instabile Stoffe handhaben zu können oder deren Reinheit zu gewährleisten. Außerdem gibt es gefährliche Stoffe die vor Personen und der Auswirkung auf die Umwelt geschützt werden müssen. Klassifizieren lassen sich die Stoffe z.B. bei pharmazeutischen Produkten nach der Expositionsgefährlichkeit wie dem OEB.
Gefahrenstufen für pharmazeutische Produkte (OEB occupational exposure band)
1 geringe Gefahr 1000 – 5000 µg / m³ bzw. > 10.000 µg / Tag
2 moderate Gefahr 100 – 1000 µg / m³ bzw. 1000 – 10.000 µg / Tag
3 gefährlich 10 – 100 µg / m³ bzw. < 1000 µg / Tag
4 hoch gefährlich 1 – 10 µg / m³ bzw. < 100 µg / Tag
5 sehr hoch gefährlich 0,1 – 1 µg / m³ bzw. < 10 µg / Tag
6 extrem gefährlich 0,1 µg / m³ bzw. 1 µg / Tag
Maßnahmen
- Filterlösungen
- gezielte Abführung der Abluft, von Abfällen und deren Trennung vom Arbeitsprozess
- persönliche Schutzausrüstung
- Barrierelösungen und Sicherheitsbauteile
- Reinigung der Atmosphäre oder der Produkte
- Messungen wie SMEPAC (standardized measurement of equipment particulate airborne concentration)
Umsetzungskriterien
- Kosten
- Wirksamkeit
- Integrationsaufwand
- Verständlichkeit und Schulungsaufwand (Einfachheit)
- Erweiterung des Produktportfolios und Abgrenzung von Konkurrenten
Umsetzungsplan
- Welches Ziel soll erreicht werden
- Risikoanalyse und Konzept
- Anlagendesign und Prototyperstellung
- SMEPAC und kontinuierliche Verbesserung
- Risikobewertung und Qualifizieren (z.B. Konformität)