Elektrosynthese

Die Steuerung chemischer Reaktionen wird als elektrochemische Synthese oder Elektrosynthese bezeichnet. Im Vergleich zu klassischen Reaktionen werden in der Regel keine Reagenzien oder Katalysatoren verwendet.

Um elektrochemische Reaktionen zu ermöglichen, ist die Verwendung einer Anode und Kathode zusammen mit einem Elektrolyten notwendig. Dementsprechend sind nur Oxidations- und Reduktionsreaktionen möglich. Ein gesonderter technischer Aufbau ist notwendig, um dies möglich zu machen.Großtechnische Beispiele sind z.B. die Abscheidung von Metallen aus einer Salzlösung, die Chloralkali-Elektrolyse oder die organische Synthese. Bedeutende organische Synthesen sind z.B. die Kolbe-Synthese, die Hofer-Moest Reaktion, der Simons-Prozess, die elektrochemische Nitro-Reduktion, C-H-Oxidation oder die reduktive C-C-Kupplung.

Strom und Spannung können sehr präzise eingestellt werden, was eine hohe Kontrolle der Reaktionen ermöglicht. Durch die Abschaltung des Stroms wird die Reaktion gestoppt, was ein Sicherheitsgewinn ist. In manchen Fällen kann auch auf sehr giftige und gefährliche Reagenzien verzichtet werden. Elektrochemische Synthesen bieten außerdem das Potential mehr von einer Elektrifizierung des Energiesystems zu profitieren.