
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt regelmäßig neue Sicherheitswarnungen von gefährlichen Produkten bekannt. Im Januar 2026 wurden auch wieder einige Einträge über mangelhafte Produkte in der Datenbank veröffentlicht. Im Folgenden finden sich einige Beispiele für chemische Gefahren und technische Mängel, die ein Gefahr für den Menschen darstellen.
Schwermetalle in Augenkosmetika
Ein Kajalpulver / Eyeliner (Kohl) aus Pakistan wurden hohe Konzentrationen von Blei, Arsen, Antimon, Cadmium und Quecksilber gefunden. In der EU wurde deshalb ein Verkaufsverbot erlassen. Blei und Quecksilber reichern sich im Körper an, können das Nervensystem schädigen und ein ungeborenes Kind beeinträchtigen. Arsen und Cadmium ist außerdem krebserregend und der Einsatz von Antimon kann zu starken Hautirritationen führen, weshalb es in Kosmetikprodukten der EU generell verboten ist. Die Schwermetalle gelangen über die Haut und die Schleimhäute der Augen in den Körper, akkumulieren sich in den Organen, was zu Folgeerkrankungen führen kann. Diese sogenannten Kajal oder Kohlprodukte (oder Surma) sind in Afrika und Asien verbreitet und haben eine lange Tradition. [2,3]
Quellen
[1] www.baua.de/DE/Themen/Monitoring-Evaluation/Marktueberwachung-Produktsicherheit/Datenbank/Produktsicherheit_dynnode
[2] www.baua.de/SiteGlobals/Layout/DataViews/Datarecord_DBTool_Produktsicherheit?idDatarecord=1802898
[3] ec.europa.eu/safety-gate-alerts/screen/webReport/alertDetail/10097251?lang=de