Batteriespeicher mit neuem Meilenstein in Deutschland 2025

Batteriespeicher

Der Ausbau der stationärer Speicher in Deutschland ist im April 2025 soweit fortgeschritten, dass eine Gesamtkapazität von 19,5 GWh erreicht werden konnten. Damit konnte mehr als die Hälfte der Kapazität aller Pumpspeicherkraftwerke (39 GWh) erreicht werden. Bereits im September 2023 konnten 10 GWh an Kapazität erreicht werden. Durch das starke Wachstum der Batteriespeicher ist in wenigen Jahren damit zu rechnen, dass sie den größten Anteil der Stromspeicher in Deutschland ausmachen werden. Damit wird ein deutlicher Beitrag zur stärkeren Nutzung volatiler Energiequellen und zur Stabilisierung des Stromnetzes beigetragen. [1]

Batteriespeicher im Vergleich

Heimspeicher machen dabei immer noch den Großteil aus, welcher mit einer großen Anzahl, aber eher kleineren Kapazität einhergehen. Gewerbe- und Großspeicher mit deutlich höheren Kapazitäten besitzen sehr hohe Investitionskosten. Mit stetig sinkenden Speicherkosten wird die Investition immer attraktiver. Es ist damit zu rechnen, dass der Anteil an Gewerbe- und Großspeicher steigen wird, einfach durch das Vielfache an Kapazität. Bereits für die nächsten 2 Jahre sind schon mehr als 6 GWh Großspeicher an Ausbau eingeplant. [2]

Reaktivierung von Pumpspeicherkraftwerken

Unweit von Nürnberg befindet sich die Gemeinde Happburg, welche von 1958 bis 2001 ein Pumpspeicherkraftwerk in Betrieb hatte. Mit einer Kapazität von 850 MWh ist es das größte seiner Art in Bayern und das neuntgrößte in Deutschland. Die Reaktivierung soll bis 2028 erfolgen und mit Kosten von 250 Mio. € zu Buche schlagen. [3,4]

Eine alternative Lösung stellen Batteriespeicher im Container-Format dar, welche für Groß- und Gewerbespeicher genutzt werden. So bekommt man aktuell in einen 20 ft. Container eine Kapazität von 5 MWh unter zu einem Preis von 1,3 Mio. €. [5] Mit den 250 Mio. € könnten 190 Container gebaut werden mit einer Gesamtkapazität von 950 MWh.

Sicherlich macht eine Reaktivierung alter Pumpspeicherkraftwerke Sinn, da diese nicht neu genehmigt und geplant werden müssen. Der Eingriff in die Natur ändert sich nicht und die Akzeptanz in der Bevölkerung ist bereits da. Würde man den gleichen Kosteneinsatz für 190 Container an Batteriespeicher nehmen, dann würde ein Flächenbedarf von mindestens 2.810 m² und ein Raumbedarf von 7.280 m³ entstehen. Im Vergleich zu den 1.800.000 m³ Füllvolumen des Oberbeckens sind die Batteriespeicher um den Faktor 250 kleiner, was die enorme Energiedichte der Lithiumbatterien zeigt. Durch die stark gesunkenen Kosten für die Speicher ist es zu einer echten Alternative geworden.

Quellen
[1] battery-charts.rwth-aachen.de/
[2] drdeuterium.de/2025/01/02/starker-ausbau-bei-stationaeren-speichern-haelt-an-update-2024/
[3] www.uniper.energy/news/de/uniper-nimmt-pumpspeicherkraftwerk-happurg-fuer-rund-250-millionen-euro-wieder-in-betrieb
[4] de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pumpspeicherkraftwerken
[5] shop-eu.lynus.io/p/batteriespeicher-containerloesung-2-5mw-5mwh

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