Batteriespeicher mit neuem Meilenstein 2026 in Deutschland

Mit 30 GWh wurde ein neuer Meilenstein für deutsche Batteriespeicher im Juli 2026 erreicht, nachdem im März 2025 der letzte Meilenstein von 20 GWh erreicht wurde. Das Wachstum beschleunigt sich insgesamt, wobei die Heimspeicher (> 22 GWh) weiterhin stark wachsen, aber auch die Großspeicher (> 6 GWh) zunehmend an Bedeutung gewinnen. In den nächsten 3 Jahren sollen weitere 30 GWh an Großspeichern an das Netz gehen, wodurch sich das Bild komplett wandeln würde.

Bei den mobilen Batteriespeichern steigt der Anteil kontinuierlich, sodass 2026 bereits über 2 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge zugelassen sind. Bei einer durchschnittlichen Speichergröße von 50 kWh ergibt das eine Kapazität von über 100 GWh. Es ist davon auszugehen, dass die Gesamtkapazität von mobilen Batteriespeichern bereits 130 GWh erreicht hat. Durch den vom Irankrieg verursachten Anstieg der Ölpreise ist mit einer Beschleunigung der Zulassung von Elektrofahrzeugen zu rechnen. Solange die Strompreise ein stabiles Niveau halten, wird sich der Trend längerfristig fortsetzen.

Die knappe Verfügbarkeit und die hohen Kosten für Erdgas wirken sich auf den deutschen Strompreis negativ aus. Erneuerbare Energien haben einen preisdämpfenden Effekt auf den Strompreis, solange sie im Überfluss verfügbar sind. Im wöchentlichen Durschnitt 2026 ergeben sich oft Überschüsse von Solarstrom am Mittag. Aus den Statistiken geht hervor, dass der Überschuss in Pumpspeicherkraftwerken gespeichert wird und in der Lastspitze zwischen 18 und 20 Uhr freigegeben wird. Die Speicherkapazität oder die Überschüsse reichen aber im Schnitt nicht aus, um die Stromlast in Deutschland zu decken. Der Windstrom ist tagsüber relativ konstant, tendenziell aber nachts etwas höher und mittags etwas geringer. Dieser zum Solarstrom komplementäre Effekt reicht jedoch nicht aus, die Stromlast zu decken.

Die Last wird oft durch fossile Energien wie Kohlestrom oder Erdgas ausgeglichen. Der Export von Stromüberschuss und der Import bei Strommangel spielen in Deutschland eine signifikante Rolle. Ein reger Stromhandel findet mit den Nachbarländern von Deutschland statt. Auffällig sind jedoch ein verstärkter Import aus Frankreich und ein verstärkter Export nach Österreich. Es zeigt sich ebenfalls eine zunehmende Zyklisierung von Strom aus Biomasse, welche ein hohes Potential besitzt, durch Speicherung Lastspitzen aufzufangen.

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