Stationäre Batteriespeicher mit hohem Wachstum in Deutschland (Update 2025)

Mit dem Ende des Jahres 2024 wurden über 570.000 neue stationäre Batteriespeicher gebaut, von denen ein Großteil Heimspeicher sind. Damit wird nun eine Gesamtkapazität von 17,6 GWh erreicht und mit einem Zuwachs von 6,3 GWh ebenfalls ein neuer Rekord erzielt. Die durchschnittliche Speichergröße ist dabei von 10,2 kWh auf 10,5 kWh gestiegen. [1]

Nimmt man ein ähnliches Wachstum für die nächsten Jahre an, könnten 2030 schon 5 Millionen Speichern entstehen mit einer Kapazität von über 50 GWh. Damit wären die Kapazitäten aller Pumpspeicherkraftwerke Deutschland mit 40 GWh deutlich übertroffen. Es ist vorstellbar, dass die durchschnittlichen Speichergrößen steigen weil die Preise für die Batterien weiter sinken werden. Ein verstärkter Ausbau von Gewerbe- und Großspeichern birgt ebenfalls ein großes Potential. Lithium-Ionen werden in 95 % der Batterien verwendet, wenn man die Kapazität betrachtet. [1]

Hinweis: Prognosen können nicht die Zukunft vorhersehen. Jedoch zeigen die aktuellen realen Zuwachsraten, was maximal möglich ist unter realen Umständen. Ein weiteres Wachstum ist von Ressourcen wie Kapitalbedarf, Produktionskapazitäten oder auch Installationskapazitäten abhängig. Die Annahme der maximalen Zuwachsrate erscheint daher realistisch und es wird sich zeigen ob das Wachstum sich so fortsetzen kann, verringert wird oder sogar gesteigert werden kann.

Größen von Batteriespeichern

Anhand der Speichergrößen kann der Markt weiter differenziert werden. Heimspeicher werden mit einer Kapazität bis zu 30 kWh beziffert. Gewerbespeicher befinden sich zwischen 30 und 1000 kWh und über 1000 kWh spricht man von Großspeichern. In den Jahren 2023 und 2024 fand ein starkes Wachstum der Heimspeicher statt. Gewerbe- und Großspeicher sind kontinuierlich, aber gering gewachsen. Heimspeicher machen bereits über 80 % an der Gesamtkapazität aus und Großspeicher über 10 %. Gewerbespeicher haben einen geringen Anteil von 4 – 5 % und besitzen daher ein großes Wachstumspotential. [1]

Preise für Batteriespeicher

Die Zellpreise haben sich im Jahr 2024 um 30 % auf 78 $ / kWh reduziert, wodurch die Gesamtkosten der Batterie auf 115 $ / kWh gesunken sind. Damit wurde der jemals niedriegste ermittelte Wert erreicht. Die starke Reduktion der Preise ist mit den Jahren 2017 und 2015 vergleichbar. Nach einem Anstieg der Zellpreise im Jahr 2022 um 11 % auf 132 $ / kWh wurden die Produktionskapazitäten ausgebaut. Dies führte im Jahr 2023 zu einer Reduktion der Zellpreise um 16 % auf 111 $ / kWh, was etwa dem Niveau von 2021 entspricht. Überkapazitäten führen nun dazu, dass die Batterien günstig in den Markt gedrückt werden. [3]

Zusammenhänge

Im Jahr 2024 ist das Solarpaket I in Kraft getreten und hat diverse Verbesserung von Solaranlagen auf den Weg gebracht. In Verbindung mit den Solaranlagen erhöhen die Batteriespeicher die Unabhängigkeit der Anlagen und damit auch deren Wirtschaftlichkeit. Verbesserungen und Vereinfachungen insbesondere für die Errichtung von Großspeichern führen zu einer erhöhten Nachfrage. [4]

Quellen
[1] battery-charts.rwth-aachen.de/
[2] drdeuterium.de/2024/02/13/energiespeicher-deutschland-2023/
[3] about.bnef.com/blog/lithium-ion-battery-pack-prices-see-largest-drop-since-2017-falling-to-115-per-kilowatt-hour-bloombergnef/
[4] www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/solarpaket-1.html

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